Suche
Kontakt
|
Englisch
Drehsitz 1.jpg

Traumasensitives Yoga

 

Was ist traumasensitives Yoga?

Wenn ein Mensch traumatische Erfahrungen gemacht hat, kann es eine grosse Herausforderung darstellen, im Körper zu „bleiben", da überwältigende Erinnerungen unkontrollierbare Körperreaktionen auslösen. 

Diese können so beängstigend sein, so dass er sich von Ihrem körperlichen Erleben abspalten, das heisst, dass sich ein Gefühl der Taubheit oder Nichtexistenz von Körperteilen, ganzen Körperregionen oder des gesamten Körpers einstellt. Es empfiehlt sich daher, die Annäherung an Körperempfindungen auf sanfte Weise zu gestalten.  

Im traumasensitiven Yoga üben wir gemeinsam Haltungen (Asanas) und Atemkontrolle (Pranayama), was vor allem dem Bewältigen des traumatischen Stresses Rechnung trägt. Es geht weder um Sport noch um Leistung, der Fokus liegt im Training von achtsamem Wahrnehmen körperlicher Empfindungen, die Betroffenen dabei unterstützen, emotionale und körperliche Reaktionen beobachten zu können, ohne von ihnen überschwemmt und überwältigt zu werden. TSY funktioniert, weil wir über den Körper Gefühle, Empfindungen und Gedanken verändern können.

Was erwartet Sie: Sie erhalten Informationen und Erklärungsmodelle zum traumatischen Geschehen, dessen Folgen und seiner Verarbeitung und wie wir über den Körper unsere Befindlichkeit und beeinflussen und mehr Kontrolle und Handlungsfähigkeit erhalten können…
… und was nicht: Gruppentherapie, Gesprächsrunden, Besprechen von krisenhaften/traumatischen Erlebnissen, Feedback- und Befindlichkeitsrunden, Fitness und Sport.

Wenn Sie an wissenschaftlichen Studien und Artikeln interessiert sind, finden Sie hier aktuelle Veröffentlichungen.

Sind Sie interessiert an der Teilnahme an einer TSY Gruppe?
=> Termine                => Anmeldung

Ich wende TSY auch als Element der Einzeltherapie bei der Behandlung von Traumafolgen an. Es dient der Stabilisierung, Affekt- und Selbstregulation und hilft Ihnen, wieder Sicherheit und Kontrolle zu erlangen. Der sanfte, körperorientierte Ansatz bietet sich vor allem dann an, wenn Sie sich leicht von Ihren Emotionen überwältigt fühlen oder dissoziieren, das heisst sich vom Hier und Jetzt abspalten. Das Vorgehen im TSY bietet Ihnen einen sanften Einstieg in die Verbesserung Ihrer Affektregulation und eröffnet Ihnen konkrete Werkzeuge zur Bewältigung für den Alltag.

Es ist möglich, parallel zu einer aktuellen Traumatherapie bei einem anderen Therapeuten/Therapeutin ergänzend Einzelstunden in TSY nehmen. Einzelstunde (CHF 150,00).

 
 
 

Ziele

  • Ressourcen aufbauen

  • Affekt-, Selbstregulation und Kontrolle verbessern

  • Gefühle und Körperempfindungen unterscheiden lernen  

  • Eingefrorene Haltungs- und Bewegungsmuster verändern

  • Entspannungsmomente erleben

  • In der Gegenwart bleiben können

  • Selbstkonzepten positiv verändern und wieder an sich glauben

  • Spannungszustände im Körper abbauen

  • Sich im Körper wieder sicher und wohl fühlen

TSY Gruppen

Die Reaktionen auf Bedrohung und ihre begleitenden physischen und psychischen Schmerzen sind ein fundamentaler Überlebensaspekt. Die Suche nach Sicherheit ist essenziell, um dem Individuum Gelegenheit zur Erholung zu geben und die physischen und emotionalen Traumata zu heilen, die aus dem Gefühl der Gefahr entstanden sind.
— Fogel, A.

Ein Trauma geschieht nicht im Geist oder im Körper – es wirkt auf Ihr gesamtes Sein. Da die Trigger häufig im eigenen Inneren zu finden sind, fühlen Sie sich von Emotionen und Empfindungen überschwemmt oder auch taub und abgeschnitten. Ihr Körper reagiert, als würde die Gefahr weiterbestehen – der Körper ist kein sicherer Ort. Bewusst ausgeführte Übungen regulieren das Nervensystem und helfen den Ihnen, sich geerdeter, stärker und ruhiger zu fühlen und auf diese Weise mehr Kontrolle über ihre Gedanken, Emotionen und Körperreaktionen zu erlangen.  Beispiel TSY-Abfolge [PDF] =>

Statements von Teilnehmerinnen

„Im Gruppensetting habe ich trotz des Stresses die Erfahrung machen können, wie stark gemeinsames „Tun" in sicherem Rahmen und ohne den Druck, auf ein bestimmtes Ziel hin arbeiten zu müssen, verbindet. Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals einer Gruppe zugehörig und mich akzeptiert gefühlt zu haben. Yoga zu machen, bedeutete für mich einen sicheren Boden zu bekommen und einen Platz in einer Gruppe, die mich nicht überfordert."

„Trotzdem die Gruppe klein ist, machte es mir Mühe, mich zu entspannen, aber es war auch toll, gemeinsam lachen zu können. Ich war froh, dass jeder mit sich beschäftigt ist und ich mich nicht beobachtet fühlte, auch nicht von der Kursleitung. Es ist mit der Zeit einfacher geworden, in der Gruppe zu sein."

Ablauf von TSY Gruppen

Wie läuft eine Stunde ab: In den ersten ca. 15 Minuten der Stunde erhalten Sie Informationen zu den oben erwähnten Themen. Danach machen wir gemeinsam 45 Minuten traumasensitives Yoga. Das Ziel ist, dass Sie besser verstehen, „was mit Ihnen los ist“, mehr Wohlbefinden im Körper erleben und Ihre Emotionen leichter regulieren können. Wir üben ein achtsames Yoga auf dem Stuhl und im Stehen. Bequeme Kleidung reicht, Sportkleidung ist nicht erfor­derlich. Der Kurs findet im kleinen Rahmen zwischen 5 und 7 TeilnehmerInnen statt.

  • Die Übungen und Anleitungen sind so konzipiert, dass sie den Fokus auf dem eigenen, inneren Erleben haben.  

  • Das Angebot von Alternativen lässt jedem die Wahl, auf welche Weise, wie lange, wie intensiv etc. er oder sie das Asana oder die Atemübung ausführen will.  

  • Es gibt keine richtige oder falsche Ausführung eines Asanas.

  • Ich begleite die Gruppe mit meiner Stimme, es gibt keine langen, meditativen Pausen, die die Gefahr bergen, dass man sich verloren fühlt.

Termine TSY-Gruppen:

Start der nächsten Gruppe: 13. November 2019.
Termine: 13.11., 27.11., 4.12., 11.12., 18.12.2019 jeweils von 17.30-18.30 Uhr

Voraussetzungen: Die Übungen sind sanft - nicht sportlich! Sie müssen also weder durchtrainiert noch sehr beweglich sein. Sie brauchen keine Yogaerfahrung. Ich biete ein kurzes Vorgespräch telefonisch oder persönlich zum Kennenlernen.

Kosten:

  • Ein Kurs 5 x traumasenitives Yoga kostet CHF 225

  • Sondertarife bei einkommensschwächeren Menschen, Schülern, Studenten möglich. Sprechen Sie mich an.

  • Kostenbeteiligung für Yoga durch Zusatzversicherung möglich, erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

TSY Praxisverzeichnis

Sind Sie auf der Suche nach einer Person mit fundiertem Wissen über die Anwendung von traumasensitivem Yoga?

Videos: Traumasensitives Yogaprogramm auf dem Stuhl & auf der Matte

Anmeldung TSY Gruppenkurse

Bitte Auswählen:
Bestätigung AGBs *

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Veranstalterin
: Institut für Traumatherapie, Dagmar Härle
Bezahlung: Die Seminare dauern jeweils 60 Minuten. Der Preis ist im Voraus auf das Konto Dagmar Härle bei der Basler Kantonalbank, Basel, IBAN CH11 0077 0016 5430 1493 6, zu überweisen. Die Anmeldung ist erst nach Eintreffen des Kursgeldes auf dem Konto verbindlich. Bei Abmeldung eines Teilnehmenden bis spätestens 14 Tage vor Kursbeginn wird der gesamte Preis zurückerstattet, danach werden 40% als Kostenbeitrag verrechnet. Anspruch auf Kursdurchführung besteht nur bei einer Mindestanzahl von 5 Teilnehmenden. Ist dies nicht der Fall, kann die Veranstalterin (auch kurzfristig) einen Ersatztermin festlegen oder das Seminar annullieren, ohne dass ein Anspruch auf Schadenersatz entsteht. Im Falle einer Annullation wird die Kursgebühr selbstverständlich rückerstattet. Die Höchstzahl der Teilnehmenden ist 8. Die Veranstalterin führt eine Warteliste nach Eingang der Anmeldungen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Anmeldung zu einem TSY-Kurs anerkennen die Teilnehmenden die oben genannten Geschäftsbedingungen.


 

Sie erlauben sich, etwas zu tun, um sich sicherer, besser, präsenter oder entspannter zu fühlen

 

maxresdefault.jpg